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Energie

Immer tiefere Erzgruben und aufwändige Schmelzprozesse verbrauchten ständig mehr Energie aus Wasser und Holz. Kontamination, Entwaldung und Aufforstung veränderten und prägten die Naturlandschaft.

Im Harz befanden sich lange die ertragreichsten Gruben und tiefsten Schächte der Welt. Ein geniales und innovatives Energiesystem aus Gräben, Teichen und Pumpwerken versorgte sie mit Wasser. Um den Energieträger Wasser möglichst hoch zu halten, wurden viele Teiche in Gruppen oder Kaskaden angelegt. Bis 1980 erzeugte die Oberharzer Wasserwirtschaft elektrische Energie für die verbliebenen PREUSSAG-Bergwerke Rammelsberg in Goslar und Hilfe Gottes in Bad Grund.

Oft führen die Anlagen im Oberharz und am Rammelsberg bis heute Wasser. Sie dokumentieren ein regeneratives Energiesystem aus acht Jahrhunderten – vom Mittelalter bis in die Gegenwart. In keinem Bergbaurevier der Welt wurden ähnlich komplexe Wasserbauwerke, Speicher und Leitungssysteme über so lange Zeiträume angelegt und für die Zukunft erhalten.

Am besten lässt sich das Kulturerbe historischer Energieanlagen in den Museen oder bei einer geführten Tour erkunden.

Grafik UNESCO