Menuebild
Menü

Intro

Bergwerke, Sakralbauten, Siedlungen, Kulturlandschaften, technische Meisterwerke, Profanbauten und Herrschaftsgebäude beinhaltet das 220 Quadratkilometer umfassende riesige Welterbe. Was passiert hier? Wer steckt dahinter? Unser Blog lädt Sie ein, einen Blick hinter die Kulissen des Stiftungsalltags, hinein in verschiedenste Orte des Welterbes zu riskieren. Er erzählt die Geschichte hinter den Geschichten, zeigt, wer sie macht und welche Themen, Fragen und Gedanken uns in unserer Arbeit beschäftigen.

Willkommen auf dem Blog der Welterbestiftung im Harz.

Gefiltert nach Kategorie Das 5 Minuten-Interview Filter zurücksetzen

Das 5-Minuten-Interview: Manuela Armenat

28. November 2017, Dana Kresse - Das 5 Minuten-Interview

Name: Dr. Manuela Armenat
Wohnort: Göttingen/Goslar
Beruf: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektleiterin, Geologin und Geographin, Umwelthistorikerin
Schuhgröße: 40/41
Lieblingsort im Welterbe: Überall dort, wo es nach Schmierstoffen, Treibstoff, Metall, Rost und alten Holz oder Papier riecht. Wo es knarzt und knackt. Wo Welterbe und Geschichte nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar, riechbar und hörbar wird.
Lieblingsobjekt aus der Montangeschichte: Ich glaube, ich kenne noch nicht genug Objekte aus dem Montanwesen, als das ich dies entscheiden könnte. Aber auf meiner Liste mit vertreten wären Münzen. Sie versinnbildlichen für mich nicht nur in Ihrer häufig künstlerischen Darstellung Montangeschichte, sondern sie enthalten all die vorangegangen Prozesse, die Arbeit, die zu Ihrer Herstellung nötig waren.  
Kontakt: armenat[at]welterbeimharz.de


Wie definierst du Welterbe?
Welterbe ist für mich ein gemeinschaftliches, universelles Gut. Die einzigartigen Welterbestätten sind für mich der Träger eines bedeutenden immateriellen Kerns - der Geschichte der Menschheit, der Geschichte einzelner Gruppen, Menschen an den jeweiligen Orten. Welterbe steht für mich für das Bestreben einer Weltgemeinschaft nach Verständigung und Frieden, dem gegenseitigen Kennenlernen und interkulturellen Austausch. Um es mit dem Auftrag der UNESCO zu halten „Building peace in the minds of men and women“.

Wer oder was inspiriert dich?
Austausch mit anderen Menschen, deren Ideen und Gedanken.

Wie entdecken wir das Welterbe im Jahr 2025?
Global gedacht, werden wir Welterbe wohl noch mehr digital erleben können. Virtuelle Reisen zu anderen Stätten unternehmen und vielleicht die vielfältigen historischen, aber auch aktuellen Vernetzungen deutlicher wahrnehmen. Das Welterbe rückt im globalen Sinne näher zusammen.
Auf das UNESCO-Welterbe im Harz bezogen, werden wir eine bessere Erschließung von den entstehenden Infozentren hin zu den Führungen mit den Welterbe-Guides vor Ort haben. Die Entdeckung des Welterbes wird auch weiterhin sehr persönlich, individuell und direkt sein.

Was ist das Schönste an deiner Arbeit?
Neue Wege zu gehen.

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest?
Die brauche ich nicht. Für mich kommt es eher auf die Prioritätensetzung in den 24 Stunden an, die der Tag hat.

Die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Es ist zwar eher eine Entwicklung, aber die Basis für wichtige Erfindungen – die Sprache als Teil der Kommunikation. Daraus die Schrift, die Erfindung des Papiers, des Buchdrucks, des Telefons, des Internets und wer weiß was noch kommt …

Welche drei Dinge kann jeder Mensch sofort tun, um die Welt besser zu machen?
Sich selbst lieben, öfter ein Lächeln schenken und mal alle Fünfe gerade sein lassen.

Welche Persönlichkeit würdest du gern mal zum Essen einladen?
Lebend: Stephen Hawking
Verstorben: Oleg Popow

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Gestern, einen Isofix in unser Auto zu montieren.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich Rumpelstilzchen heiß ;-)

Welche Frage haben wir vergessen?
Wofür lebst/kämpfst Du? Welches Graphic Novel magst Du? Welcher Whisky ist Dein Lieblings-Whisky? … such‘ Dir was aus ;-)

Das letzte Wort?
Welterbe!


Das 5-Minuten-Interview mit Katharina Fuhrhop

19. Oktober 2017, Dana Kresse - TRAFO-Projekt Harz|Museen|Welterbe – Weltkultur transformiert eine Region, Das 5 Minuten-Interview

Name
Katharina Fuhrhop

Wohnort
Hildesheim

Beruf
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Schuhgröße
41

Lieblingsort im Welterbe
Kulturlandschaft rund ums Polsterberger Hubhaus / Erkenntnisweg

Lieblingsobjekt aus der Montangeschichte

Kehrräder und Stollen(ausbau) generell

Kontakt
fuhrhop@oberharzerbergwerksmuseum.de


Wie definierst du Welterbe?
Einzigartiges, erhaltenswertes Kulturgut mit internationaler Bedeutsamkeit.


Wer oder was inspiriert dich?
Musik, optisch Erfassbares (Bilder, Landschaft, Pflanzen, Farben etc.).


Wie entdecken wir das Welterbe im Jahr 2025?
Immer noch im direkten Vor-Ort-Kontakt mit Objekten, Bauwerken und Orten.


Was ist das Schönste an deiner Arbeit?

Sie ist sehr abwechslungsreich.


Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest?
Sie je nach Bedarf für Lesen, Schlafen, Entspannen, Sport, Arbeit uvm. nutzen.


Die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Menschenrechte (und hoffentlich bald auch Tierrechte)

Welche drei Dinge kann jeder Mensch sofort tun, um die Welt besser zu machen?

- vegan werden
- Empathie leben
- generell eigenes Verhalten reflektieren und entsprechend handeln (Vorurteile abbauen, anderen     helfen, Müll vermeiden, bewusster Konsum)


Welche Persönlichkeit würdest du gern mal zum Essen einladen?
- lebend (Person, nicht Persönlichkeit): Raphael Fellmer
- tot: Gandhi

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
- gestern: zum Abendessen neues Gericht erfunden
- vor 10 Tagen: Start einer Workoutroutine (Muskelaufbautraining)
- vor den Herbstferien:  Bauchtanzkurs begonnen

Was sollte niemand von dir wissen?
Das ist geheim.


Welche Frage haben wir vergessen?
Was sollte deiner Meinung nach noch 100 Jahre oder länger erhalten werden?
Wie kann man Objekte, Sachverhalte, Gebäude, etc. deiner Meinung nach am besten erhalten?


Das letzte Wort?

Konstrukt


Das 5-Minuten-Interview: Lea Dirks

12. Oktober 2017, Dana Kresse - Das 5 Minuten-Interview

Name
Lea Dirks    
Wohnort
Goslar
Beruf
Kunsthistorikerin
Schuhgröße
39/40.
Lieblingsort im Welterbe
Die Buntenbocker Teichlandschaft
Lieblingsobjekt aus der Montangeschichte
Das Fördergerüst am Rammelsberg – von meinem Büroplatz habe ich sogar direkten Blick darauf.
Kontakt
dirks@welterbeimharz.de

Wie definierst du Welterbe?
Als gemeinsames kulturelles Gedächtnis der gesamten Menschheit. Welterbe bedeutet für mich insbesondere andere Kulturen kennenzulernen und zu verstehen. Schließlich besitzt  jede Welterbestätte - auch wenn sie in ihrem universellen Wert einzigartig ist - vergleichbare Kulturdenkmale  auf der Welt: Im Fremden können wir das Eigene erkennen.

Wer oder was inspiriert dich?
Das kann ich nicht an einer Person festmachen – für mich ist es vielmehr die Summe aller Menschen, die man über die Jahre trifft und deren Kenntnisse, Ansichten, Einstellungen. Sowohl privat als auch beruflich erweitert sich dadurch ständig der eigene Horizont.

Wie entdecken wir das Welterbe im Jahr 2025?
Hoffentlich immer noch persönlich und direkt am authentischen Ort. Nur so entwickelt man ein Gefühl und Verständnis für das Welterbe.

Was ist das Schönste an deiner Arbeit?
Das Welterbe im Harz für alle ein Stück weit verständlicher und sichtbarer zu machen. Außerdem gefällt mir die Abwechslung – so vielfältig wie sich das Welterbe präsentiert, sehen auch meine Arbeitstage aus.

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest?
Mir vermutlich abends mehr Zeit fürs Kochen nehmen. Oder Backen! Beides entspannt mich  - vorausgesetzt ich habe die entsprechende Zeit dafür.

Die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Der „moderne“ Buchdruck, wie er von Johannes Gutenberg weiterentwickelt wurde. Mit ihm beginnt eine neue Epoche der Menschheit in der Wissen allgemein leichter zugänglich wurde und sich in Folge rasant verbreiten konnte.

Welche drei Dinge kann jeder Mensch sofort tun, um die Welt besser zu machen?
Empathie und echtes Interesse an seinen Mitmenschen zeigen. In der ein oder anderen Situation reflektierter sein und für sein eigenes Handeln auch Verantwortung übernehmen.

Welche Persönlichkeit würdest du gern mal zum Essen einladen?
Peggy Guggenheim – mit Sicherheit war sie eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Modernen Kunst des 20. Jahrhunderts: als Kunstmäzenin, Galeristin und Sammlerin war sie nicht nur Teil der Kunstszene, sondern gestaltete sie aktiv. Einige spannende Anekdoten hätte sie bestimmt zu erzählen!

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Vor ein paar Monaten hatte ich angefangen stricken zu lernen. Bisher jedoch leider nicht allzu erfolgreich!.

Was sollte niemand von dir wissen?
Abgründe tun sich bei mir keine auf – fragen ist also erlaubt!

Welche Frage haben wir vergessen?
Das zuletzt gelesene Buch?

Das letzte Wort?
Immer mit offenen Augen durch die Welt gehen und neugierig bleiben!


Grafik UNESCO