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Bergwerke, Sakralbauten, Siedlungen, Kulturlandschaften, technische Meisterwerke, Profanbauten und Herrschaftsgebäude beinhaltet das 220 Quadratkilometer umfassende riesige Welterbe. Was passiert hier? Wer steckt dahinter? Unser Blog lädt Sie ein, einen Blick hinter die Kulissen des Stiftungsalltags, hinein in verschiedenste Orte des Welterbes zu riskieren. Er erzählt die Geschichte hinter den Geschichten, zeigt, wer sie macht und welche Themen, Fragen und Gedanken uns in unserer Arbeit beschäftigen.

Willkommen auf dem Blog der Welterbestiftung im Harz.

25 Jahre Welterbe – Ein Rundblick über das Jahr 2017

Avatar of Dana Kresse Dana Kresse - 22. Februar 2017 - Aktuell

Womit möchten wir unseren Blog eröffnen? Natürlich mit Aussichten auf das Jahr! Verschiedenste Veranstaltungen werden das 25. Jubiläumsjahr des Welterbes begleiten. Sie erinnern an die Anfänge, verweisen auf den Status quo und geben Ausblicke in die Zukunft. Würdevolle 125 Jahre hat das Oberharzer Bergwerksmuseum bereits auf den Schultern und verweist mit seiner Geschichte auf die Anfänge von koordinierten Sammlungsleidenschaften und dem Bedürfnis nach Wissensmehrung. Auch das muss gefeiert werden. Und nicht zuletzt sind zwei große Projektbausteine ins Rollen gebracht. Gerhard Lenz, Stiftungsdirektor der UNESCO-Welterbestiftung im Harz, berichtet von den Vorhaben im Jahr 2017:

"Das Jahr 2017 ist von den gemeinsamen Feierlichkeiten der Altstadt von Goslar und des  Rammelsberges zum 25jährigen Jubiläum der Ersternennung zum Welterbe geprägt. Das ist Anlass, um auf dem Territorium der Altstadt und auf dem  Rammelsberg besondere Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Kolloquien, Konzerte durchzuführen. Es ist aber auch impulsgebend für das gesamte Welterbe, welches im Jahre 2010 ja um die Oberharzer Wasserwirtschaft erweitert worden ist.

Der Prozess der Vermittlung und Inwertsetzung wird auch in diesem Jubiläumsjahr weiter vorangebracht. Die Welterbestiftung hat primär die Aufgabe der Erschließung und Vermittlung des Welterbes und zum Teil auch der Beratung in denkmalpflegerischen Fragestellungen. Im Jahr 2017 sind wir in der aktiven Phase zweier großer Projektbausteine. Einmal im sogenannten Projekt TRAFO und einmal im sogenannten Projekt KREATIV.

Im, von Bundesmitteln und Mitteln der Welterbestiftung geförderten Modellprojekt TRAFO geht es um die Frage der Inwertsetzung, Qualifizierung und Transformation von vier Museen im Oberharz.  Es handelt sich um das Oberharzer Bergwerksmuseum, die Schachtanlage Knesebeck, den 19-Lachter-Stollen und die Grube Samson in St. Andreasberg. Was bedeutet dies? Wir werden in diesem Jahr eine sogenannte Potenzialanalyse durchführen.  Das heißt, wir werden untersuchen, was diese Einrichtungen leisten und was sie kosten. Wir fragen, welche Besucher sie ansprechen.  Wir werden durchleuchten, wie tragfähig sie sind?

Mit welchen Alleinstellungsmerkmalen sie trumpfen können? Dies sind wichtige Punkte für unsere Besucher, sowohl für die, die hier leben, als auch die Touristen. Die Zielstellung dahinter ist Trägerschaftsstrukturen zu entwickeln. Denn alle diese Museen sind in den Bereichen des Besucherservice, ihrer Öffnungszeiten, des wissenschaftlichen Managements nicht so aufgestellt, wie man sich eine Welterbeeinrichtung vorstellt. Die Untersuchung des Ist-Bestands, die Analyse, was folgen kann und dann ab Ende 2018/2019 auch die Umgestaltung der musealen Einrichtungen sowie der Trägerschaftsmodelle wird uns in diesem Jahr 2017 beschäftigen. Darüber wollen wir am Welterbetag gerne mehr berichten.  Der Welterbetag findet in diesem Jahr am 04. Juni 2017 statt und wird seinen Schwerpunkt am Oberharzer Bergwerksmuseum setzen. Auch diese Veranstaltung findet im Rahmen des Festaktes 25  Jahre Welterbe statt und das OBM wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Und das wollen wir zum Anlass nehmen unseren Stand von TRAFO zu dokumentieren, mit den Menschen zu diskutieren und zu präsentieren, wo die Entwicklung der Museen im Oberharz hinlaufen soll. TRAFO ist auch ein Beteiligungsprojekt, das heißt wir möchten die Bürgerinnen und Bürger und die Besucher von morgen, nämlich die Schülerinnen und Schüler in den Prozess der Museumsqualifizierung einbeziehen. Das ist ein wichtiger Baustein, der uns ebenfalls im Jahr 2017 beschäftigen wird. Also ein Schwerpunkt 2017 ist TRAFO –ein zweiter wichtiger Baustein ist das Projekt  KREATIV.

Das Projekt KREATIV wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen sowie aus Mitteln der Stiftung Welterbe im Harz und zahlreicher weiterer Partner gefördert. Es beinhaltet die Entwicklung von Besucherleitsystemen, also der Besucherorientierung in der Fläche, darüber hinaus den Aufbau eines mobilen Welterbeinformationszentrums und die Entwicklung von Welterbeerkenntniswegen, im  Kern jedoch die Errichtung von drei  Welterbeinformationszentren. Wir wollen die Besucher über Informationszentren damit vertraut machen, was in dem gesamten Welterbe zu finden ist.

Die Welterbezentren bieten dem Besucher die Möglichkeit einen eigenen Fahrplan, eine persönliche Roadmap in haptischer Form oder als App auf seinem Handy zu entwickeln.

Diese Informationszentren sollen kostenfrei sein und werden in Walkenried, in Goslar und in Clausthal-Zellerfeld entstehen. Unsere Partner werden sich um den Hochbau kümmern und bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind die Vorbereitung in Goslar und Walkenried weit vorangeschritten. Im  Moment werden diese Arbeiten mit einem Generalunternehmen ausgeschrieben und entwickelt.

Wir gehen davon aus, dass zumindest zwei der Informationszentren, nämlich das in Walkenried und das in Goslar bis Anfang 2019 realisiert werden können."

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