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Welterbe-Erkenntnisweg „Ideen und Innovationen“

Station am Unteren Eschenbacher Teich


Herzlich Willkommen im UNESCO-Welterbe im Harz.


Auf den ersten Blick sieht es im Harz wie in einer kaum berührten Natur aus. Erst auf den zweiten Blick wird die von Menschenhand gestaltete Landschaft sichtbar. Teiche, Fichtenwälder und Halden sind Teil einer jahrhundertealten Kulturlandschaft, von der einzelne Bestandteile heute zum UNESCO-Welterbe Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft gehören. Das Welterbe im Harz erstreckt sich auf über 200 Quadratkilometern und umfasst zahlreiche Museen und frei zugängliche Bodendenkmale - von der Auerhahn-Teichkaskade bis zum Zisterzienserkloster Walkenried. Hier findet sich das etwa 3000jährige Erbe der Menschheit in einer der größten Bergbauregionen Europas.

Eine leichte Rundtour von Zellerfeld in das einzigartige Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft.

Der Welterbe-Erkenntnisweg führt Sie auf einen kurzen Rundweg entlang von Stationen, die mit den Aktivitäten des Gelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (*1646 - †1716) in Verbindung stehen. Zwischen 1680-1686 und 1693-1696 war er im Oberharz tätig. In verschiedenen Experimenten versuchte Leibniz Wasser als Energieträger zu ersetzen oder zu sparen. Sowohl das Welterbe im Harz als auch Leibniz‘ Briefwechsel gehören heute zum Kulturerbe der UNESCO. Sie sind Zeugnisse für die Innovationskraft und die Kreativität der Menschheit.

Dauer: ca. 1:30 Std.
Schwierigkeit: leicht
Strecke: 3,6 km
Aufstieg: 43 m
Abstieg: 33 m

Wegbeschreibung und Tourdetails

Welterbe-Erkenntnisweg „Pumpen und Speichern“

Polsterberger Hubhaus um 1925


Rund um das heutige Gasthaus »Polsterberger Hubhaus« befinden sich auf engstem Raum bedeutende Zeugnisse technischer Einrichtungen, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das Polsterberger Hubhaus – ein Pumpenhaus – und sein Betrieb selbst spielte eine bedeutende Rolle.

Die für den Bergbau wichtige Energieressource Wasser wurde aus den entfernten Hochmoorgebieten (Brockenfeld und Bruchberg) über den kilometerlangen Dammgraben herangeführt, durch eine wasserbetriebene Pumpenanlage im Polsterberg Hubhaus (später elektrisch) 18 Meter hoch gepumpt und so in die Speicherteiche – Hirschler Teich und Jägersbleeker Teich eingeleitet. Nur so konnten die silbererzreichen Gruben Dorothea und Caroline bei Clausthal-Zellerfeld ausreichend mit Wasser versorgt werden, um das begehrte Erz von unter Tage zu fördern und um nachlaufendes Wasser aus den Stollen zu pumpen.

Ein Teil dieses Energieverbundsystem lässt sich im direktem Umfeld des Polsterberger Hubhauses erwandern und erkunden. Neben den zahlreichen, häufig erst auf den zweiten Blick erkennbaren Grabenanlagen, finden sich in der Kulturlandschaft zwei alte, gemauerte Wasserradstuben. Sie gehörten zum mechanischen Antrieb der Pumpen im Hubhaus. Ein besonderes Highlight ist auch der wunderschöne Polstertaler Teich, der das bereits für das Hubhaus genutzte Wasser speicherte, um weiter talabwärts Pochwerke mit Energie zu versorgen.

Tipp:
Sie können sich hier auch durch einen zertifizierten Welterbe-Guide kompetent führen lassen.

Dauer: ca. 2:00 Std.
Schwierigkeit: leicht
Strecke: 3,3 km
Aufstieg: 94 m
Abstieg: 94 m

Wegbeschreibung und Tourdetails


Grafik UNESCO