Menuebild
Menü

Pressemittteilungen

Kurzarbeit bei der Welterbe-Stiftung und dem Rammelsberg

Seit Samstag, den 14. März 2020, sind die musealen Einrichtungen der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz sowie der Rammelsberg für den Besucherbetrieb geschlossen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Auf diese Weise sollen Personenkontakte minimiert und damit die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen bzw. Mitbürgerinnen und Mitbürgern geschützt werden.

Den Kernaufgaben der Stiftung und des Rammelsberg, das Welterbe zu vermitteln, es zu beforschen und zu erhalten sowie die damit verbundenen weiteren Tätigkeiten, kann damit im Wesentlichen nicht mehr nachgegangen werden. Im Notfallmodus werden allein die unbedingt notwendigen Aufgaben durchgeführt. Auch der allseits propagierte Einsatz von Homeoffice ist in den Institutionen kaum sinnvoll realisierbar, da der Zugriff auf Bücher, Quellen oder Objekte etc. notwendig ist.

Mehr noch: Die musealen Einrichtungen der Welterbe-Stiftung sowie der Rammelsberg erzielen keine Einkünfte mehr. Anders als etwa bei Landesmuseen bricht hierdurch ein wesentlicher Teil der Finanzierungsgrundlage weg. Handlungsspielräume werden empfindlich geschmälert. „Ein Kulturbetrieb ist immer auch ein Wirtschaftsbetrieb – und aktuell haben wir kein Kundengeschäft.“, erklärt Gerhard Lenz, Direktor der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz und Geschäftsführer der Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg Goslar GmbH.

Zwei Ziele, die in unmittelbaren Zusammenhang stehen, bestimmen nunmehr das Denken und Handeln:

1.    Der Erhalt der Gesundheit, der sozialen Sicherheit und des Arbeitsplatzes aller Mitarbeiter.
2.    Der nachhaltige Erhalt der Handlungsfähigkeit und wirtschaftlichen Existenz der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz und der von ihr betriebenen Einrichtungen sowie des Rammelsberg.

Analog zu den vielen anderen Wirtschaftsunternehmen, die in diesen Tagen Kurzarbeit anmelden, hat die Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft sowie die Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg Goslar GmbH – in Absprache mit den Institutionen des Landes Niedersachsen – daher zu Montag, den 30. März 2020, Kurzarbeit für einen Anteil von 90 % Ihrer jeweiligen Normalarbeitszeit angemeldet. Für die restlichen 10 % der Arbeitszeit zahlt die Welterbe-Stiftung bzw. der Rammelsberg 100 % der Bezüge. Letztlich gilt es in dieser Phase Geldmittel einzusparen, damit die Besucherinnen und Besucher bei Wiederaufnahme des regulären Betriebs das Welterbe auf gewohnt hohem Niveau erleben können.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mittels Kurzarbeit die Krisensituation bewältigen können und dabei weder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch die Stiftung oder die GmbH in eine ökonomische Schieflage geraten.“, erklärt Gerhard Lenz. „Zusammenhalt ist das Gebot der Stunde.“

Grafik: Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz

Pressemitteilung als pdf

Veranstaltungsabsagen im UNESCO-Welterbe im Harz

Nach den Schließungen des Weltkulturerbe Rammelsberg und weiteren Einrichtungen des UNESCO-Welterbe im Harz seit vergangenem Samstag erfolgt die Absage der Veranstaltungen bis auf Weiteres – mindestens jedoch bis zum 19. April 2020.

„Ein Virus hält die ganze Welt in Atem und hat auch erhebliche Auswirkungen auf die internationale Familie der UNESCO-Welterbestätten – uns inbegriffen.“, erläutert Gerhard Lenz, Direktor der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz, die Entscheidung. „In diesen herausfordernden Zeiten stellen wir die Gesundheit unserer Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller Mitglieder der Gesellschaft in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns.“

Die Absage betrifft sämtliche Veranstaltungen im Zeitraum bis einschließlich 19. April 2020 aber auch später stattfindende Formate. So werden weder die Sonntags-Matineen am Rammelsberg am 29. März und 26. April 2020 noch die Eröffnungen der neuen Ausstellungsbereiche in den sogenannten TRAFO-Häusern am 28. März 2020 oder die Eröffnungsfeier des Welterbe-Infozentrum Walkenried am 17. April 2020 stattfinden. Auch die am Rammelsberg vom 28. bis 30. April 2020 geplante Jahrestagung der deutschen UNESCO-Welterbestätten wird in das kommende Jahr verschoben.

Grafik: Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz

Pressemitteilung als pdf

UNESCO-Welterbe im Harz stellt Sonderausstellungsprogramm 2020 vor

Mehrere Museen im UNESCO-Welterbe im Harz präsentieren ein vielfältiges Ausstellungsprogramm im laufenden Jahr: Industriegeschichte, Kunst, Natur und Architektur sind die Themen der Ausstellungen im Weltkulturerbe Rammelsberg, Oberharzer Bergwerksmuseum und Goslarer Museum.

Die Sonderausstellung „Orte der Arbeit“ widmet sich im Weltkulturerbe Rammelsberg vom 15. März bis 8. November 2020 dem Thema der Industriemalerei. Erstmalig werden der Öffentlichkeit zahlreiche Gemälde und Graphiken aus der Sammlung Prof. Dr. Volkmar Neubert aus Clausthal-Zellerfeld präsentiert.
Durch verschiedene Epochen und Stile vermittelt die eindrucksvolle Sammlung einzigartige Abbildungen von Industrieanlagen und der menschlichen Arbeit. Präsentiert werden die Bilder in den ehemaligen Eindickern der Rammelsberger Erzaufbereitungsanlage, einem authentischen Ort der Arbeit. Dort bilden sie einen ausdrucksstarken Kontrast zwischen der Sicht eines Künstlers auf die Arbeit und der realen Arbeitsatmosphäre in einer Industrieanlage.

Die Sonderausstellung „Fledermäuse – Geheimnisvolle Jäger der Nacht“ präsentiert im Oberharzer Bergwerksmuseum vom 6. März bis 7. Juni 2020 einzigartige Fledermausfotografien von Dr. Christoph Franz Robiller. Die Fotografien bieten faszinierende Einblicke in die für uns Menschen größtenteils verborgene Welt der Fledermäuse.
Eröffnet wird die Ausstellung am 6. März 2020, um 18:00 Uhr, mit Grußworte von u.a. der stellvertretenden Direktorin der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz Manuela Armenat, dem stellvertretenden Bürgermeister von Clausthal-Zellerfeld Udo Künstel und Dr. Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz.

„Erz-Nornen- Mythen, Farben und Metalle“ lautet der Titel zu einer Ausstellung des Künstlers Mariano Rinaldi Goni im Weltkulturerbe Rammelsberg. Die vom 6. Juni bis 3. Juli 2020 laufende Ausstellung gibt einen umfangreichen Einblick in Gonis expressives Oeuvre und ermöglicht es, sein künstlerisches Schaffen aktiv mitzuerleben sowie mitzugestalten. Zeitgleich zur Ausstellung malt der Argentinier im Zusammenspiel von Musik und Tanz ein mehrteiliges Gemälde, in dem er sich mit den regionalen Mythen und Legenden des Harzes auseinandersetzt.

Das Goslarer Museum präsentiert noch bis zum 15. März 2020 die Ergebnisse eines Freiraumwettbewerbs, der zur Umgestaltung des heutigen Domplatzes („Stiftsgarten“) gegenüber der 1040/1050 erbauten Kaiserpfalz ausgelobt worden war. Gezeigt werden die eingereichten Entwürfe inklusive dem bereits gefundenen Siegerentwurf. Auch dreidimensionale Modelle, Planskizzen und Zeichnungen sowie Texte und Beschreibungen vermitteln ein Bild von den Ideen der Landschaftsarchitekten.

Foto: Erich Mercker (Königshütte bei Nacht) © Sammlung Prof. Dr. V. Neubert

Pressemitteilung als pdf

Erhöhung der Fördergelder wird verstetigt

Die erhöhte Förderung des Weltkulturerbe Rammelsberg sowie der Stiftung Welterbe im Harz soll nunmehr unbefristet in den Haushalt des Landes Niedersachsen aufgenommen werden. Das sieht der Haushaltsplanentwurf der Landesregierung vor. Die Erhöhung der institutionellen Förderung ist ein Ergebnis intensiver Verhandlungen der vergangenen zweieinhalb Jahre. Die endgültige Entscheidung über den Landeshaushalt trifft der Niedersächsische Landtag im Dezember.

Die frohe Botschaft, die Fördersumme beider Institutionen aufzustocken, teilte Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, persönlich dem Direktor der Stiftung Welterbe im Harz und Leiter des Museums und Besucherbergwerks WELTKULTURERBE RAMMELSBERG, Herrn Gerhard Lenz, mit.

„Das UNESCO Weltkulturerbe Rammelsberg ist ein einzigartiger, beeindruckender Ort. Die Welterbestätte Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft gilt als Meisterwerk der Bergbau- und Ingenieurkunst und hervorragendes Beispiel für Verwaltung und Handel in Mittelalter und Renaissance. Es war mit dem Bergwerk Rammelsberg und der Altstadt von Goslar das erste technische Baudenkmal in Deutschland, das von der internationalen Organisation in die Liste der Welterbestätten in Deutschland eingetragen wurde. Ich freue mich daher sehr, dass eine Erhöhung der institutionellen Förderung im Haushaltsplanentwurf berücksichtigt wurde“, so Minister Thümler.

Bereits im Mai 2017 hatte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur dem Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Oliver Junk mitgeteilt, dass das Land einer Erhöhung der institutionellen Förderung des Rammelsberges von 773.000 € auf 903.000 € zustimme, unter der Prämisse, dass die Stadt ihre Fördersumme ebenfalls erhöhe. Bereits im Juni desselben Jahres stimmte der Rat der Stadt diesem Vorschlag zu.

Im Oktober 2017 folgte dann die Benachrichtigung des Ministeriums, dass eine Erhöhung der Förderung der Stiftung Welterbe im Harz ebenfalls beabsichtigt sei. Auch diese Entscheidung hatte zur Bedingung, dass sich die Kommunen und Landkreise, in denen sich Teile der Welterbestätte befinden, an der Förderung beteiligen. Das Land würde die Fördersumme um 230.000 € verdoppeln, wenn die lokalen Protagonisten die gleiche Summe in den Fördertopf gäben.

Für den Landeshaushalt 2019 konnte zunächst eine einjährige Förderung erreicht werden. Umso größer ist nun die Freude bei beiden Institutionen sowie ihren Unterstützern, dass für die nächsten Jahre die finanzielle Unterstützung gesichert ist.

UNESCO Welterbe im Harz

Pressekontakt

Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft
Gerhard Lenz M. A.
Bergtal 19, 38640 Goslar
Tel. 05321-750 114
Fax 05321-750 130

UNESCO Welterbe im Harz

UNESCO Welterbe im Harz

Bild-Archiv

Wir haben einen Fundus von Fotos zu unterschiedlichsten Themenbereichen des Welterbes, bitte sprechen Sie uns (siehe Kontaktdaten oben) an. Direkt hier ein paar Beispiele zum Download. Die entsprechenden Fotografen sind im Dateinamen benannt und müssen verpflichtend bei Veröffentlichungen genannt werden.

Hirschler-Pfauenteil-Kaskade (1MB/jpg)

Führung im Roeder-Stollen am Rammelsberg

Besucher an der Grubenbahn am Rammelsberg

Gesamtansicht Rammelsberg

Ottiliae-Schacht in Clausthal-Zellerfeld

Grafik UNESCO