Morea Deden und Lea Dirks, seit 1. Januar 2026 die neue Führungsspitze in der Stiftungsdirektion, erläuterten kurz ihre Ziele, ehe sie an Dr. Manuela Armenat, stellvertretende Direktorin der Stiftung Welterbe im Harz und Moderatorin des Treffens, übergaben.
„Was bewegt die Museen im Welterbe im Harz aktuell?“ war die einleitende Frage zu einem intensiven Gedankenaustausch, dem Berichte aus den Welterbe-Einrichtungen folgten und gemeinsame Themen, Herausforderungen und Beobachtungen miteinander ausgetauscht wurden. Aus der Stiftung Welterbe im Harz heraus gab es einen aktuellen Sachstand und Entwicklungen verbunden mit einem Rückblick auf 2025 und einem Ausblick auf 2026. Zum Welterbe-Management gab es einen Sachstand zum Managementplan und den Zeitplan für die Neuausrichtung und Umstrukturierung des Welterbe im Harz.
Auch das Welterbe-Marketing soll in 2026 in Sachen Kommunikation und Außenwirkung wieder sichtbarer werden. Dazu wurden Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten für die einzelnen Museen wie zum Beispiel beim Tag der Niedersachsen in Braunschweig. Das gilt insbesondere auch für den Welterbetag am Sonntag, 7. Juni 2026. Für den Tag plant man derzeit zusammen mit der Tourist-Information Oberharz eine Busbereisung einzelner Museen und hat dafür auch den Knesebeckschacht in Betracht gezogen.
Dr. Manuela Armenat gab auch noch einen Ausblick ins Netzwerk und erläuterte nächste Schritte und Termine und fragte auch Wünsche und Bedarfe der Museen für 2026 ab. Erörtert wurden auch mögliche gemeinsame Schwerpunkte wie z.B. Notfallverbund, Fördermittelakquise und ein einheitliches Erscheinungsbild bei Messeauftritten.
Auf das nächste Vernetzungstreffen soll auf jeden Fall nicht wieder ein Jahr gewartet werden. Darüber waren sich die Anwesenden zusammen mit Bad Grunds Gemeinde-Bürgermeister Patrick Schmidt einig, der zugleich auch Mitglied im Stiftungskuratorium des Welterbe im Harz ist.
Der Förderverein Bergbau- und Heimatmuseum e.V. Bad Grund mit seinem Vorsitzenden Lothar Kahla (links), konnte beim Vernetzungstreffen in der Kaue des Bergbaumuseums Schachtanlage Knesebeck auch Lea Dirks und Morea Deden (von rechts) von der Stiftungsdirektion des Welterbe im Harz begrüßen. Text und Foto: Wolfram Marx
Mit der Jugendpflege in den Osterferien „Den Bergleuten auf der Spur“ Bad Grund. Die Jugendpflege der Gemeinde Bad Grund und der Förderverein Bergbau- und Heimatmuseum e.V. Bad Grund hatten letztes Jahr in den Sommer- und Herbstferien ihre Kooperation wiederbelebt und zwei gut besuchte Ferienaktionen veranstaltet.
Diese positiven Ansätze nahm man jetzt als Grundlage für die Planung und will insgesamt drei Ferienaktionen zu Ostern, im Sommer und im Herbst durchführen. Melanie Henschel, hauptamtliche Jugendpflegerin der Gemeinde Bad Grund, und Olaf Lothwesen, Vorstandsmitglied des Fördervereins Bergbau- und Heimatmuseum e.V., haben die Detailplanung gemacht und jetzt erst einmal die Rahmenbedingungen für die Osterferien festgelegt. Am Freitag, 27. März 2026, gibt es von 16 bis 18.30 Uhr einen spannenden Nachmittag mit tollen Aktivitäten im Bergbaumuseum Schachtanlage Knesebeck. Die Schachtanlage gehört zum UNESCO-Welterbe im Harz und die Kids sind dort „Den Bergleuten auf der Spur“. Über und unter Tage erfahren sie von Maschinenreviersteiger Olaf Lothwesen und seinem Helferteam vieles über den Bergbau vergangener und heutiger Tage. Zur Stärkung gibt es nach den Aktivitäten Hot Dogs und Getränke. Es wird ein Teilnahmebeitrag von 3,50 Euro erhoben.
Ausgelegt ist die Veranstaltung für maximal 15 Teilnehmer. Anmeldungen sind, solange Plätze verfügbar, möglich bei der Jugendpflege der Gemeinde Bad Grund unter Telefon 05522/869427 oder E-Mail henschel@gemeinde-bad-grund.de. Teilnehmen können Kinder ab 10 Jahren auch außerhalb von Bad Grund.
Text und Foto: Wolfram Marx
2026, im 40. Jubiläumsjahr des Bergbaumuseums Schachtanlage Knesebeck, soll es drei Ferienaktionen mit der Jugendpflege der Gemeinde Bad Grund geben. Das gaben jetzt Gemeinde-Bürgermeister Patrick Schmidt (Mitte) sowie Lothar Kahla (links) und Olaf Lothwesen vom Vorstand des Fördervereins Bergbau- und Heimatmuseum e.V. Bad Grund beim Treffen in der Kaue des Bergbaumuseums bekannt. Foto: Wolfram Marx
Nach der umfassenden Sanierung der historischen Grubengebäude wird die Grube Catharina Neufang im Frühjahr 2026 offiziell wiedereröffnet. Gemeinsam mit Gästen, Fördermittelgebern und Projektbeteiligten feiern die Stadt und die Betreiber des Bergwerks diesen wichtigen Meilenstein für den Montanstandort.
Die Sanierungsmaßnahmen sichern die historischen Gebäude langfristig und schaffen neue Möglichkeiten, das Bergbauerbe vor Ort zu erleben.
Termin
Dienstag, 12. Mai 2026
ab 11:00 Uhr: Einlass für geladene Gäste
ab 12:00 Uhr: Beginn der öffentlichen Veranstaltung
Ort
Gelände der Grube Catharina Neufang am Montanstandort Grube Samson.
Programm
Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm rund um die Wiedereröffnung:
Vorstellung der Sanierungsmaßnahmen an der Grube Catharina Neufang
Kostenfreie Führungen durch das Bergwerk (Hinweis: Kinder unter 10 Jahren haben leider keinen Zutritt zum Bergwerk.)
Informationen zu den barrierereduzierten Erlebnismöglichkeiten am Standort
Einblick in die zukünftigen Planungen für den Montanstandort Grube Samson
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, die neu gestalteten Bereiche kennenzulernen und mehr über die Zukunftsperspektiven des historischen Bergwerksstandortes zu erfahren.
Sie sind freiberuflich tätig, neugierig auf Geschichte und begeistert von der Arbeit mit Menschen?
Dann laden wir Sie herzlich ein, am 16. August unseren Tag der offenen Tür am Weltkulturerbe Rammelsberg zu besuchen!
Lernen Sie Ihre mögliche zukünftige Wirkungsstätte an einem einzigartigen, authentischen Ort kennen. Bei Führungen über und unter Tage erhalten Sie spannende Einblicke in das UNESCO-Weltkulturerbe und begegnen dem Team des Rammelsbergs in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen.
Erleben Sie: • Führungen durch das Besucherbergwerk und die historischen Anlagen • Begegnungen mit unserem Team und der Welterbefamilie • Einblicke in die vielseitigen Tätigkeiten als Grubenführer:in • Antworten auf Ihre Fragen zum Tätigkeitsprofil und zu den Voraussetzungen
Wagen Sie den Schritt in eine außergewöhnliche freiberufliche Tätigkeit mit Sinn und Geschichte – und werden Sie Teil der Welterbefamilie!
Wo: Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg Wann: 16. August 2025 Uhrzeit: 10 – 13 Uhr Für wen: Alle Interessierten ab 18 Jahren
Das UNESCO-Welterbe im Harz ist lebendige Geschichte – und 2025 wieder Schauplatz zahlreicher spannender Veranstaltungen, inspirierender Führungen und mitreißender Feste. Von handwerklicher Kreativität über historisches Gedenken bis hin zu interaktiven Erlebnissen für die ganze Familie: Entdecken Sie die Vielfalt unseres Welterbes zwischen Goslar, Walkenried, St. Andreasberg und dem Rammelsberg!
Kreativität für Groß und Klein: Zinnfiguren gießen in Goslar
Im Zinnfiguren-Museum Goslar wird Geschichte greifbar. Hier können Besucher:innen nicht nur die beeindruckende Sammlung bewundern, sondern auch selbst aktiv werden. Beim regelmäßig stattfindenden Zinnfiguren-Gießen entstehen kleine Kunstwerke aus Metall, die anschließend im Museum bemalt und mit nach Hause genommen werden können. Ein kreatives Erlebnis für Familien, Schulklassen und Hobbykünstler:innen – ganz ohne Vorkenntnisse. Mehr Informationen unter: www.zinnfigurenmuseum-goslar.de
Geschichte unter Tage: Der Rammelsberg im Nationalsozialismus
Am Weltkulturerbe Rammelsberg steht ein neues Führungsangebot im Fokus: „Schlägel, Eisen, Hakenkreuz – Das Erzbergwerk Rammelsberg im Nationalsozialismus“ beleuchtet die dunkle Seite der Bergbaugeschichte zwischen 1933 und 1945. Die Führung gewährt eindrucksvolle Einblicke in das sogenannte „Rammelsbergprojekt“ der NS-Zeit und thematisiert den Einsatz von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs. Parallel dazu ist die Sonderausstellung „Leben und Arbeiten unter Zwang: Zwangsarbeiter am Erzbergwerk Rammelsberg 1939–1945“ zu sehen. Weitere Informationen und Tickets: www.rammelsberg.de
Symbolik und Lichtkunst: Der Walkenrieder Kreuzgang im Fokus
Der mittelalterliche Kreuzgang des ehemaligen Zisterzienserklosters Walkenried beeindruckt durch seine Bilderwelt voller Symbolik. Die Führung „Zwischen Himmel und Hölle“ entschlüsselt die Darstellungen von Fabelwesen, Pflanzenschmuck und sakraler Ikonografie – eingebettet in die gotische Architektur Norddeutschlands. Begleitend dazu zeigt die Ausstellung „LICHTwege“ des Künstlers Ludger Hinse moderne Lichtkunst in den historischen Räumen des Klosters. Die Lichtobjekte im Kapitelsaal und Brunnenhaus schaffen einen berührenden Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Informationen zur Ausstellung: www.lichtwege.info
Feste feiern in der Welterbestadt Goslar
Auch 2025 verwandeln sich die Straßen und Plätze der Goslarer Altstadt in lebendige Bühnen....
Am 1. Juni 2025 feiern wir den UNESCO-Welterbetag in Deutschland. Ein besonderes Highlight ist der bundesweite Fotowettbewerb #WelterbeVerbindet, den die Deutsche UNESCO-Kommission und der Verein UNESCO-Welterbestätten Deutschland bereits zum sechsten Mal ausrichten.
Die Veranstalter rufen gemeinsam mit den Welterbestätten dazu auf, zwischen dem 1. Mai und dem 4. Juni individuelle Bilder von den Welterbestätten in Deutschland über die Website https://unesco-welterbetag.de/fotoaktion einzureichen. Dort werden die Bilder in einer öffentlich einsehbaren Galerie präsentiert.
Vielfältige Perspektiven auf das Welterbe
Gesucht werden originelle Perspektiven, spannende Detailaufnahmen oder persönliche Blickwinkel, die zeigen, wie vielfältig das Erbe der Menschheit ist und wie Menschen weltweit Verantwortung für ihren Erhalt und ihre Vermittlung übernehmen. Im Fokus sollen dabei nicht nur die Denkmäler, Landschaften oder Ensembles selbst stehen, sondern auch die Menschen, die die Stätten besuchen, die dort leben, wohnen und arbeiten. Einsendeschluss ist der 4. Juni 2025. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen des Fotowettbewerbs unter unesco-welterbetag.de/fotoaktion.
Unter allen eingereichten Fotos zeichnet eine Jury die drei originellsten Bilder aus. Zu gewinnen gibt es je eine Tasche mit kleinen Präsenten aus den UNESCO-Welterbestätten. Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und auf der Aktionswebseite öffentlich bekannt gegeben.
Hintergrund
1.223 UNESCO-Welterbestätten in 168 Ländern weltweit machen die Geschichte der Menschheit und des Planeten erlebbar. 54 von ihnen befinden sich in Deutschland. Welterbestätten sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften. Der Schutz und Erhalt dieser Stätten liegt in der Verantwortung der gesamten Weltgemeinschaft. Ziel es UNESCO-Welterbetags ist es, einen Blick hinter die Kulissen des Welterbes gewähren, Welterbestätten erleben und erlebbar machen und somit letztlich Menschen zusammenführen. Seit 2005 findet der Aktionstag auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland am ersten Sonntag im Juni an allen 54 Welterbestätten in Deutschland statt.
Gemeinsam stark: Bündnisse schmieden", so der Titel der diesjährigen Jahrestagung. Gemeinsam mit dem Oberharzer Bergwerksmuseum und der Stiftung Welterbe im Harz lädt der Museumsverband Niedersachsen und Bremen e.V. Sie herzlich vom 9. - 11. März 2025 in die Aula Academica der Technischen Universität Clausthal ein.
In Zeiten wachsender Herausforderungen werden Kooperationen und gemeinsame Lösungswege wichtiger denn je. Daher möchte die Jahrestagung Impulse für eine zukunftsorientierte, gut vernetzte Museumsarbeit setzen. Dafür werden wir über Notfallverbünde, Kooperationen in den Bereichen Sammlung, Forschung, Ausstellung, Tourismus, kulturelle Bildung sowie die Zusammenarbeit im ländlichen Raum diskutieren. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Strategien und der persönliche Erfahrungsaustausch.
Freuen Sie sich auf inspirierende Vorträge, kollegialen Austausch und lebendige Diskussionen.
Programmauszug:
Sonntag, 9. März 2025:
13.00 Uhr
Exkursionen
19.00 Uhr
Gemeinsames Abendessen
Montag, 10. März 2025
11.00 Uhr
Mitgliederversammlung
14.00 Uhr
Vernetzungstreffen AG Volontariat und Sprecher*innen Regional AGs
14.00 Uhr
Führungen für die Tagungsgäste
19.00 Uhr
Verleihung Museumsgütesiegel Jahrgang 2024 und Empfang zur Jahrestagung
Dienstag, 11. März 2025
9.30 Uhr
Begrüßung
10.15 Uhr
Keynote
11.00 Uhr
Podiumsgespräch
13.00 Uhr
Projekte-Slam „7x7 – Kooperationen in Niedersachsen und Bremen“
14.30 Uhr
Workshops: „Bündnisse schmieden: Wie, mit wem, wofür?"
Erkunden Sie die faszinierende Welt des UNESCO-Welterbes Oberharzer Wasserwirtschaft auf unseren spannenden Führungen!
Zertifizierte Welterbeführer begleiten Sie auf mehrstündigen Wanderungen und machen die einzigartigen Zusammenhänge dieses historischen Wasserwirtschaftssystems erlebbar. Tauchen Sie ein in die Geschichte und Technik einer der weltweit größten und bedeutendsten vorindustriellen Wasserwirtschaftsanlagen.
Lassen Sie sich von den Geschichten, Innovationen und beeindruckenden Bauwerken des Oberharzes begeistern und entdecken Sie, wie Wasser als wertvolle Ressource über Jahrhunderte hinweg genutzt wurde.
Zur Adventszeit erstrahlt das UNESCO-Welterbe im Harz in weihnachtlichem Glanz und lädt Besucherinnen und Besucherinnen zu stimmungsvollen Veranstaltungen und Märkten an verschiedenen Standorten ein.
Für sämtliche Besuchsanfragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweilige museale Einrichtungen im Welterbe. Die Kontaktdaten finden Sie auf den jeweiligen Einzelseiten. Bei allen weiteren Anliegen können Sie sich gerne an die Stiftung wenden.