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Pressemittteilungen

Museen im UNESCO-Welterbe bieten ab Pfingsten Freiluftführungen an

Das Weltkulturerbe Rammelsberg und die seitens der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz betriebenen Museen Oberharzer Bergwerksmuseum und ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried bieten ab dem Pfingstwochenende wieder Freiluftführungen an. Trotz der Wiedereröffnung der Einrichtungen vor wenigen Wochen waren derartige Angebote aufgrund behördlicher Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bislang nicht möglich.

„Wir nutzen die neuen Gestaltungsspielräume, um unseren Gästen unter sicheren Bedingungen ein attraktives Welterbe-Erlebnis zu ermöglichen.“, erklärt Gerhard Lenz, Direktor der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz und Geschäftsführer der Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg Goslar GmbH. „Durch die kulturlandschaftlichen Facetten unserer Welterbestätte sind die nun wieder möglich gewordenen Outdoor-Führungen ein großer Gewinn.“

Das Weltkulturerbe Rammelsberg startet ab dem kommenden Pfingstwochenende mit Freiluft-Angeboten. Vom 30. Mai bis 2. Juni können die Besucherinnen und Besucher bei täglichen Führungen etwa die Architektur des Rammelsberges (13 Uhr) oder die ihn umgebene Kulturlandschaft (14:30 Uhr) entdecken. Jeweils um 12 und um 14 Uhr können Gäste den Weg kennenlernen, den das Erz bei seiner Aufbereitung vom Brocken zum Konzentrat nimmt. Bei der Führung „Hinter den Kulissen des Rammelsberges“ (11 und 14:30 Uhr) wird nicht die Welterbestätte klassisch vermittelt, sondern vielmehr der Blick in sonst geschlossene Bereiche geworfen, während die Guides besondere Erlebnisse aus dem Museumsbetrieb erzählen. Tickets für die genannten Führungen sind auch online buchbar.

Auch das Oberharzer Bergwerksmuseum nimmt sein umfangreiches Führungsprogramm ab sofort wieder auf und bietet zahlreiche Touren über Tage mit Welterbe-Guides an. Gleich die erste offizielle Führung (30. Mai, 14 Uhr) nach dem Corona-Lockdown ist ein echtes Highlight: Bei der Tour „Auerhahn-Kaskade im Bockswieser Revier“ führt ein Welterbe-Guide in etwa 2,5 Stunden durch die größte Teichkaskade im Welterbe. Einige Führungen, die bislang untertägige Elemente enthielten, wurden angepasst und werden fortan den Welterbe-Gästen angeboten. Zudem finden ab dem 29. Mai Freilichtführungen zu den historischen Museumsgebäuden innerhalb der Bergstadt Zellerfeld und den bergbaulichen Anlagen im Freigelände statt (11 Uhr, Angebot für zunächst ca. 1 Monat).

Das ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried bietet vom 29. Mai bis 2. Juni ebenfalls zahlreiche Freilichtführungen an. Täglich lässt sich ab 14 Uhr bei einem geführten Rundgang die gotische Klosteranlage erkunden. An Pfingstsonntag und -montag geht es zu Fuß (10:30 Uhr) oder mit dem eigenen Fahrrad (12 Uhr) durch die Walkenrieder Teichlandschaft. Die angebotenen Touren führen durch die in Wälder, Wiesen und Karst eingebettete historische Teichlandschaft mit Technikdenkmal und reizvoller Kulturlandschaft.

Auch für die Führungen unter freiem Himmel gelten besondere Hygienevorschriften: Die Gruppengröße ist auf 10 Personen beschränkt und es gilt ein einzuhaltender Abstand zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von 1,5 Meter. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist obligatorisch.

Nähere Informationen zu den Angeboten sind beim Besucherservice der jeweiligen Häuser erhältlich.

Foto: Kulturlandschaft Rammelsberg © Sammlung Weltkulturerbe Rammelsberg

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Oberharzer Bergwerksmuseum öffnet zusätzliche Ausstellungsbereiche auf dem Freigelände

Das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld öffnet zusätzliche Ausstellungsbereiche: Ab Donnerstag, den 21. Mai 2020, können Besucherinnen und Besucher das Schachthaus mit seinem Anschauungsbergwerk im Freigelände eigenständig besichtigen. Bislang waren diese Bereiche nur bei regulären Museumsführungen zu sehen, die derzeit Corona-bedingt nicht stattfinden können.

„Die meisten unserer Gäste kommen ins Museum, um das Schaubergwerk zu besichtigen.“, erklärt Uli Reiff, Leiter des Oberharzer Bergwerksmuseums. „Mittels eigenständiger Besichtigungen machen wir das begehbare Diorama mit seiner Förderstrecke, Fahrkunst und Füllort trotz Corona-Beschränkungen erlebbar.“

Das Schaubergwerk entstand Ende der 1920er Jahre nach dem Vorbild des Schaubergwerks im Deutschen Museum in München. Es umfasst typische Bergwerksbauten über Tage und ein komplexes Stollennetz, das den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck des untertägigen Bergbaus vermittelt. Nun neu eingerichtete Markierungen stellen sicher, dass die Gäste auch ohne Museumsführer nach 100 Metern wieder den Weg ans Tageslicht finden. Neue, auch englischsprachige Beschilderungen erklären die Exponate im Freigelände.

Auch im Haupthaus warten neue Ausstellungsbereiche auf die Gäste: Völlig neu inszeniert ist beispielsweise das Schaudepot. In einem „überdimensionale Setzkasten“ wird die umfangreiche Modellsammlung wandfüllend präsentiert.

Foto: Schachtgebäude auf dem Freigelände des Oberharzer Bergwerksmuseum © Tim Schenkel

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Vorbereitungen für die Wiedereröffnungen der Museen im UNESCO-Welterbe im Harz sind angelaufen

Das Weltkulturerbe Rammelsberg und die seitens der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz betriebenen Museen Oberharzer Bergwerksmuseum und ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried bereiten ihre Wiedereröffnung vor. Seit dem 14. März sind die Einrichtungen aufgrund behördlicher Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für den Besucherbetrieb geschlossen.

Das Kloster in Walkenried startet am 12.05. und das Weltkulturerbe Rammelsberg einen Tag später am 13.05. den Museumbetrieb. Das Oberharzer Bergwerksmuseum, in dem vor der Wiedereröffnung noch neue Ausstellungsbereiche eingerichtet werden, öffnet schließlich am 18.05. seine Türen für die Besucherinnen und Besucher. Da gesetzliche Rahmenbedingungen ausstehen, ist derzeit ungewiss, wann auch reguläre Führungen wieder angeboten werden können.

Neue Konzepte für den untertägigen Führungsbetrieb unter strengeren Hygieneerfordernissen wurden bereits vorbereitet. Geschäftsführer Gerhard Lenz, der zugleich Direktor der Stiftung UNESCO-Welterbe ist, erläutert: „Nach einer Besucherbefragung wollen 98,6 % unserer Gäste im Weltkulturerbe Rammelsberg unter Tage. Dieser berechtigten Erwartung wollen wir auch bei erhöhten Anforderungen an den Gesundheitsschutz entsprechen, da die Besichtigung der Stollen und Schächte ein ganz elementarer Teil des authentisches Welterbe-Erlebnisses ist.“ Damit die untertägigen Führungen reibungslos laufen, finden derzeit Begehungen und Probeläufe statt.

Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Häuser werden für die veränderte Museumssituation umfangreich geschult. Mit den weiteren Maßnahmen, die realisiert werden, sind die Menschen in Deutschland schon vertraut: Sie betreffen etwa Mundschutz, Plexiglasscheiben, Abstandsregelungen und Desinfektionsmittel. „Sie alle dienen dem einem Ziel, einen anregenden Museumsbesuch auch bei erhöhten Hygieneerfordernissen möglich zu machen.“, erklärt Gerhard Lenz.

Foto: Lohnhalle © Sammlung Weltkulturerbe Rammelsberg

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Kurzarbeit bei der Welterbe-Stiftung und dem Rammelsberg

Seit Samstag, den 14. März 2020, sind die musealen Einrichtungen der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz sowie der Rammelsberg für den Besucherbetrieb geschlossen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Auf diese Weise sollen Personenkontakte minimiert und damit die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen bzw. Mitbürgerinnen und Mitbürgern geschützt werden.

Den Kernaufgaben der Stiftung und des Rammelsberg, das Welterbe zu vermitteln, es zu beforschen und zu erhalten sowie die damit verbundenen weiteren Tätigkeiten, kann damit im Wesentlichen nicht mehr nachgegangen werden. Im Notfallmodus werden allein die unbedingt notwendigen Aufgaben durchgeführt. Auch der allseits propagierte Einsatz von Homeoffice ist in den Institutionen kaum sinnvoll realisierbar, da der Zugriff auf Bücher, Quellen oder Objekte etc. notwendig ist.

Mehr noch: Die musealen Einrichtungen der Welterbe-Stiftung sowie der Rammelsberg erzielen keine Einkünfte mehr. Anders als etwa bei Landesmuseen bricht hierdurch ein wesentlicher Teil der Finanzierungsgrundlage weg. Handlungsspielräume werden empfindlich geschmälert. „Ein Kulturbetrieb ist immer auch ein Wirtschaftsbetrieb – und aktuell haben wir kein Kundengeschäft.“, erklärt Gerhard Lenz, Direktor der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz und Geschäftsführer der Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg Goslar GmbH.

Zwei Ziele, die in unmittelbaren Zusammenhang stehen, bestimmen nunmehr das Denken und Handeln:

1.    Der Erhalt der Gesundheit, der sozialen Sicherheit und des Arbeitsplatzes aller Mitarbeiter.
2.    Der nachhaltige Erhalt der Handlungsfähigkeit und wirtschaftlichen Existenz der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz und der von ihr betriebenen Einrichtungen sowie des Rammelsberg.

Analog zu den vielen anderen Wirtschaftsunternehmen, die in diesen Tagen Kurzarbeit anmelden, hat die Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft sowie die Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg Goslar GmbH – in Absprache mit den Institutionen des Landes Niedersachsen – daher zu Montag, den 30. März 2020, Kurzarbeit für einen Anteil von 90 % Ihrer jeweiligen Normalarbeitszeit angemeldet. Für die restlichen 10 % der Arbeitszeit zahlt die Welterbe-Stiftung bzw. der Rammelsberg 100 % der Bezüge. Letztlich gilt es in dieser Phase Geldmittel einzusparen, damit die Besucherinnen und Besucher bei Wiederaufnahme des regulären Betriebs das Welterbe auf gewohnt hohem Niveau erleben können.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mittels Kurzarbeit die Krisensituation bewältigen können und dabei weder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch die Stiftung oder die GmbH in eine ökonomische Schieflage geraten.“, erklärt Gerhard Lenz. „Zusammenhalt ist das Gebot der Stunde.“

Grafik: Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz

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Veranstaltungsabsagen im UNESCO-Welterbe im Harz

Nach den Schließungen des Weltkulturerbe Rammelsberg und weiteren Einrichtungen des UNESCO-Welterbe im Harz seit vergangenem Samstag erfolgt die Absage der Veranstaltungen bis auf Weiteres – mindestens jedoch bis zum 19. April 2020.

„Ein Virus hält die ganze Welt in Atem und hat auch erhebliche Auswirkungen auf die internationale Familie der UNESCO-Welterbestätten – uns inbegriffen.“, erläutert Gerhard Lenz, Direktor der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz, die Entscheidung. „In diesen herausfordernden Zeiten stellen wir die Gesundheit unserer Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller Mitglieder der Gesellschaft in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns.“

Die Absage betrifft sämtliche Veranstaltungen im Zeitraum bis einschließlich 19. April 2020 aber auch später stattfindende Formate. So werden weder die Sonntags-Matineen am Rammelsberg am 29. März und 26. April 2020 noch die Eröffnungen der neuen Ausstellungsbereiche in den sogenannten TRAFO-Häusern am 28. März 2020 oder die Eröffnungsfeier des Welterbe-Infozentrum Walkenried am 17. April 2020 stattfinden. Auch die am Rammelsberg vom 28. bis 30. April 2020 geplante Jahrestagung der deutschen UNESCO-Welterbestätten wird in das kommende Jahr verschoben.

Grafik: Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz

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UNESCO-Welterbe im Harz stellt Sonderausstellungsprogramm 2020 vor

Mehrere Museen im UNESCO-Welterbe im Harz präsentieren ein vielfältiges Ausstellungsprogramm im laufenden Jahr: Industriegeschichte, Kunst, Natur und Architektur sind die Themen der Ausstellungen im Weltkulturerbe Rammelsberg, Oberharzer Bergwerksmuseum und Goslarer Museum.

Die Sonderausstellung „Orte der Arbeit“ widmet sich im Weltkulturerbe Rammelsberg vom 15. März bis 8. November 2020 dem Thema der Industriemalerei. Erstmalig werden der Öffentlichkeit zahlreiche Gemälde und Graphiken aus der Sammlung Prof. Dr. Volkmar Neubert aus Clausthal-Zellerfeld präsentiert.
Durch verschiedene Epochen und Stile vermittelt die eindrucksvolle Sammlung einzigartige Abbildungen von Industrieanlagen und der menschlichen Arbeit. Präsentiert werden die Bilder in den ehemaligen Eindickern der Rammelsberger Erzaufbereitungsanlage, einem authentischen Ort der Arbeit. Dort bilden sie einen ausdrucksstarken Kontrast zwischen der Sicht eines Künstlers auf die Arbeit und der realen Arbeitsatmosphäre in einer Industrieanlage.

Die Sonderausstellung „Fledermäuse – Geheimnisvolle Jäger der Nacht“ präsentiert im Oberharzer Bergwerksmuseum vom 6. März bis 7. Juni 2020 einzigartige Fledermausfotografien von Dr. Christoph Franz Robiller. Die Fotografien bieten faszinierende Einblicke in die für uns Menschen größtenteils verborgene Welt der Fledermäuse.
Eröffnet wird die Ausstellung am 6. März 2020, um 18:00 Uhr, mit Grußworte von u.a. der stellvertretenden Direktorin der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz Manuela Armenat, dem stellvertretenden Bürgermeister von Clausthal-Zellerfeld Udo Künstel und Dr. Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz.

„Erz-Nornen- Mythen, Farben und Metalle“ lautet der Titel zu einer Ausstellung des Künstlers Mariano Rinaldi Goni im Weltkulturerbe Rammelsberg. Die vom 6. Juni bis 3. Juli 2020 laufende Ausstellung gibt einen umfangreichen Einblick in Gonis expressives Oeuvre und ermöglicht es, sein künstlerisches Schaffen aktiv mitzuerleben sowie mitzugestalten. Zeitgleich zur Ausstellung malt der Argentinier im Zusammenspiel von Musik und Tanz ein mehrteiliges Gemälde, in dem er sich mit den regionalen Mythen und Legenden des Harzes auseinandersetzt.

Das Goslarer Museum präsentiert noch bis zum 15. März 2020 die Ergebnisse eines Freiraumwettbewerbs, der zur Umgestaltung des heutigen Domplatzes („Stiftsgarten“) gegenüber der 1040/1050 erbauten Kaiserpfalz ausgelobt worden war. Gezeigt werden die eingereichten Entwürfe inklusive dem bereits gefundenen Siegerentwurf. Auch dreidimensionale Modelle, Planskizzen und Zeichnungen sowie Texte und Beschreibungen vermitteln ein Bild von den Ideen der Landschaftsarchitekten.

Foto: Erich Mercker (Königshütte bei Nacht) © Sammlung Prof. Dr. V. Neubert

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UNESCO Welterbe im Harz

Pressekontakt

Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft
Dr. Falk Lauterbach
Bergtal 19, 38640 Goslar
Tel. 05321-750 135
 

UNESCO Welterbe im Harz

UNESCO Welterbe im Harz

Bild-Archiv

Wir haben einen Fundus von Fotos zu unterschiedlichsten Themenbereichen des Welterbes, bitte sprechen Sie uns (siehe Kontaktdaten oben) an. Direkt hier ein paar Beispiele zum Download. Die entsprechenden Fotografen sind im Dateinamen benannt und müssen verpflichtend bei Veröffentlichungen genannt werden.

Hirschler-Pfauenteil-Kaskade (1MB/jpg)

Führung im Roeder-Stollen am Rammelsberg

Besucher an der Grubenbahn am Rammelsberg

Gesamtansicht Rammelsberg

Ottiliae-Schacht in Clausthal-Zellerfeld

Grafik UNESCO